Sonntag, 28. September 2014

Orange Tomatensuppe

Kaum zu glauben, aber die grünen Tomaten, von denen wir vor einigen Wochen schrieben, sind nun doch noch farbig und erntereif geworden.

Grund genug, mal wieder eine Tomatensuppe zu kochen. Außerdem sind Suppen doch einfach perfekt um sich im Herbst etwas aufzuwärmen.

Eine gelbe Variante sollte es werden, die Tomaten waren auch gelb (so weit so gut)... das Tomatenmark leider nicht. Naja, im Ergebnis ist sie nun doch eher orange geworden, aber das intensive Aroma von Tomatenmark gehört für uns einfach dazu.

Weil die Geschmäcker eben verschieden sind, gibt es die heutige Suppe in zwei Varianten - einmal in "super-lecker-tomatig-vegan" und einmal in "tomatig mit Fleischbällchen". Der Fleischbällchen-Liebhaber hat sich vor der Zubereitung der Suppe in die Küche gestellt und fleißig seine Fleischbällchen selbst gekocht - da weiß man was man hat ;-)
Beide Varianten haben erfolgreich die Geschmacksprüfung abgelegt - ob sie jetzt wohl Diplom-Tomatensuppen sind?



Orange Tomatensuppe

Zutaten:
  • 600 g gelbe Tomaten
  • 100 g Kartoffeln
  • 5-8 junge Zweige Basilikum
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 70 g Tomatenmark
  • 400 ml heiße Brühe
  • 80 ml Reis Cuisine (Pflanzensahne oder normale Sahne)
  • 1 Prise Zucker
  • 30 g Öl
  • 1 TL Salz
  • etwas schwarzer Pfeffer
  • ggf. frische Fleischbällchen oder andere Einlage
Zubereitung:
  1. Tomaten waschen, in kleine Stücke schneiden und beiseite stellen
  2. Kartoffeln schälen und in kleine Stücke schneiden
  3. Zwiebel und Knoblauch fein schneiden und kurz mit Öl andünsten
  4. Tomaten- und Kartoffelstückchen, Tomatenmark, Zucker und Salz hinzugeben und ebenfalls leicht andünsten
  5. Brühe hinzufügen und ca. 10 min bei mittlerer Hitze garen 
  6. Basilikum und Reis Cuisine hinzufügen und vorsichtig pürieren
  7. Vor dem Servieren mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und evtl. etwas gehacktem Basilikum bestreuen.
Wenn ihr Fleischbällchen in der Suppe haben wollt, gebt diese doch nach dem Pürieren in die Suppe und lasst sie noch einen Augenblick stehen, damit die Fleischbällchen schön warm werden. Und dann... Guten Appetit!


Mittwoch, 24. September 2014

Zucchini-Puffer an Apfel-Zimt-Mus

Wenn ihr wüsstest, welche Berge an Nahrungsmitteln im Moment bei uns auf die Verarbeitung warten, wärt ihr entweder neidisch oder wüsstet (wie wir) nicht so recht, wo ihr anfangen sollt. Äpfel, Zucchini, Kürbis, Salate, Tomaten, ... alles will schnellstmöglich gegessen werden.

Heute haben wir uns demokratisch für die Verarbeitung von Äpfeln und Zucchini entschieden. Kartoffelpuffer mit Apfelmus kennt wohl jeder. Zu den Kartoffeln geben wir Zucchini und zu den Äpfeln schicken wir eine ordentliche Menge Zimt ins Rennen... 

Damit die Zucchini eine schöne Bindung eingehen, reicht die Stärke aus den Kartoffeln nicht aus. Wir geben dafür Kichererbsenmehl nach Gefühl dazu - es ist nicht möglich, dafür pauschal eine Menge zu nennen, da jede Zucchini unterschiedlich viel Wasser enthält. Tastet euch einfach langsam vor. Unsere ersten Versuche ergaben auch eher sowas wie Brat-Zucchini-Stifte - aber egal, die waren auch sehr lecker! 

Apfel-Zimt-Mus


Zutaten:
  • 900 g Äpfel
  • 1 TL Zimt
  • 1-2 EL Zucker
  • eventuell etwas Wasser
Zubereitung:
  1. Äpfel waschen, vierteln und entkernen. Die Schale bleibt dran. 
  2. Rein damit in den Mixer und kurz zerkleinern (in kleine Stückchen)
  3. Zucker und Zimt dazugeben und unter Rühren bei mittlerer Hitze erwärmen, dann auf kleine Flamme stellen und 10-15 min ziehen lassen - immer schön weiter rühren! 
  4. Eventuell etwas Wasser hinzufügen, falls die Äpfel wie in unserem Fall so gar nichts hergeben wollen.
  5. Jetzt kann das Mus ruhig noch etwas durchziehen und gern auch abkühlen
Zucchini-Puffer



Zutaten:
  • 250 g Kartoffeln
  • 500 g Zucchini
  • 1 Zwiebel
  • 1 TL Salz
  • 4-8 EL Kichererbsenmehl
  • nach Geschmack Würzfee vom Lebe Gesund Versand oder andere trockene, lose Brühe
  • Öl zum Braten
Zubereitung:
  1. Zucchini, Zwiebel und Kartoffeln gut waschen und putzen. Die Schale lassen wir auch hier wieder dran.
  2. Im Mixer grob zerkleinern oder per Hand grob reiben
  3. Die Masse salzen und etwas Wasser ziehen lassen, anschließend das Wasser in einem Sieb leicht ausdrücken
  4. In einer Pfanne Öl erhitzen
  5. Zu dem geriebenen Gemüse nun das Kichererbsenmehl hinzufügen, so dass die Masse sich formen lässt ohne sofort zu zerfallen
  6. Die Puffer nun mit den Händen formen, ins heiße Öl geben und mit der Würzfee oder sonstigem Brühe-Pulver würzen 
  7. Anschließend von beiden Seiten bis zur gewünschten Bräunung braten
Die heißen Puffer mit dem Apfel-Zimt-Mus servieren und genießen!



Jetzt sind zwar die Äpfel vorerst alle, aber von den Zucchini haben wir immer noch mehr als genug - morgen werden wir wohl Zucchini-Suppe essen müssen. Oh, welch großes Leid wir doch tragen müssen ;-)
Anschließend können wir uns dann auch um die Kürbisse kümmern!

Sonntag, 21. September 2014

Schietwetter Apfel-Tartes

Es regnet mal wieder... Kennt ihr das Phänomen, dass es genau an euren freien Tagen immer wieder zu regnen scheint? 




Damit jetzt keine allgemeine Missstimmung aufkommt, sollten wir alle schnell diese leckeren Schietwetter-Apfel-Tartes essen. Sie sind süß, zimtig, nussig und fruchtig - was wollt ihr mehr?


Der Schlüssel zum essbaren Glück ist das folgende Rezept.

Schietwetter Apfel-Tartes (für ca. 4 Portionen)

Zutaten für die Füllung:
  • 500 g Äpfel
  • 1 TL Zimt
  • 2 TL + 1 EL Zucker
  • 60 g geröstete Mandelstifte
  • 40 g Sultaninen 
Zutaten für den Teig:
  • 120 ml lauwarme Milch
  • 10 g Hefe
  • 1 EL Zucker
  • 200 g Dinkelmehl
  • 1 Prise Salz
  • Etwas Butter/Margarine zum Fetten der Förmchen

Zubereitung:
  1. Für die Füllung Äpfel schälen und entkernen und in kleine Stück schneiden.
  2. Apfelstücke, 1 TL Zimt und 2 TL Zucker in einen Topf geben und unter Rühren für ca. 10 min leicht köcheln lassen. Nicht anbrennen lassen!
  3. Geröstete Mandelstifte und Sultaninen mit den gekochten Apfelstücken vermengen und beiseite stellen.
  4. Für den Teig die Hefe zerbröseln, mit der lauwarmen Milch und dem Zucker verrühren und einige Minuten stehen lassen.
  5. Mehl und Salz dazugeben und gut verkneten. Anschließend den Teig ca. eine Stunde gehen lassen.
  6. Tarteförmchen mit Fett ausstreichen (am besten mit den Fingern)
  7. Teig nach dem Gehen noch einmal kurz durchkneten und die Förmchen damit auskleiden. 
  8. Apfelfüllung bis zum Rand der Förmchen hineingeben. Den letzten EL Zucker auf den gefüllten Förmchen verteilen. Mit eventuellen Teigresten könnt ihr noch Muster drauflegen.
  9. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C Umluft für ca. 15 min backen.



Wenn es jetzt immer noch regnet, habt ihr alles richtig gemacht und könnt euch mit den frisch gebackenen Köstlichkeiten ans Fenster setzen und dem Regen zuschauen. Denn von drinnen sieht er doch ganz hübsch aus, wenn man es warm und trocken hat, oder?

Samstag, 20. September 2014

Grüne Bohnen mit Knöpfle

Heute wollen wir für euch ein Teigrezept mit Familientradition zubereiten. Davon gibt es bei uns mindestens drei völlig verschiedene.

Wie das bei Familienrezepten (zumindest bei uns) nunmal so ist, sind die Namen manchmal recht irreführend. In dem heutigen Rezepte kommen Knöpfle vor. Ja, das Wort gibt es und es bezeichnet auch eine Teigware... 
Aaaaber die Rezepte passen nicht zu dem, was wir euch heute zeigen, trotzdem heißen diese Dinger bei uns weiterhin so... Man nennt Opa ja auch nicht plötzlich Werner, nur weil man irgendwann merkt, dass er eigentlich nicht Opa heißt, oder?

Normalerweise essen wir die Knöpfle zusammen mit Kartoffeln - eigentlich merkwürdig zwei Sättigungsbeilagen zu kombinieren - aber heute machen wir frische grüne Bohnen dazu.

Knöpfle a la Lila Feenstaub

Zutaten (für 2 hungrige Esser):

  • 200 g Hartweizengries
  • Wasser
  • 1 Prise Salz
  • Etwas Mehl
  • ca. 1 kg grüne Bohnen
  • 1 Zwiebel
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
Zubereitung:

  1. Nehmt die 200 g Hartweizengries, gebt eine Prise Salz dazu und fügt in kleinen Mengen Wasser hinzu, während ihr den Teig zu einem festen Ball knetet. Wir haben ca. 100 ml benötigt. Wichtig ist, dass der Teig auf keinen Fall zu flüssig wird. 
  2. Aus dem Teigball formt ihr eine Rolle mit etwa 3 cm Durchmesser und davon schneidet ihr dünne Steifen ab, die ihr zum trocknen auf einer Arbeitsfläche ausbreitet.
  3. Jetzt könnt ihr euch den frischen Bohnen widmen. Die Bohnen werden geputzt und in mundgerechte Stücke geschnitten, abgewaschen und anschließend etwa 20-25 min dampfgegart.
  4. Wenn die Teigstücke etwas getrocknet sind, könnt ihr Wasser aufsetzen, in dem ihr die Knöpfle dann garen werdet. Wenn das Wasser kocht, könnt ihr die Teigstücke hineingeben. Wir haben die Knöpfle in zwei Etappen gekocht, weil wir nicht möchten, dass sie aneinander kleben bleiben.
  5. Wenn die Knöpfle in dem kochenden Wasser beginnen, an die Oberfläche zu steigen, sind sie fertig. Nehmt sie heraus und lasst das Wasser in einem Sieb abtropfen (ähnlich wie bei anderen Nudeln auch). Gebt etwas Öl in eure Hände und fahrt damit durch die Knöpfle im Sieb, damit sie leicht benetzt sind und auch jetzt nicht anfangen aneinander zu kleben.
  6. Nach diesem Schritt haben wir eine Pause (ca. 30 min) eingelegt, damit sowohl die Bohnen als auch die Knöpfle wieder etwas Wasser verlieren können.
  7. Die Zwiebel will fein gewürfelt werden und wird dann in einer großen Pfanne mit Öl angebraten, die Knöpfle dazu geben und ein wenig Farbe bekommen lassen, die Bohnen zuletzt hinzufügen und noch einmal warm werden lassen. Mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen.


Lasst es euch schmecken!

Dienstag, 16. September 2014

Ein feines Pane Bianco

Ein gutes Brot ist Gold wert!
Allgemein sagt man uns Deutschen ja nach, im internationalen Vergleich die vielfältigste Brotkultur zu haben. Vermutlich gibt es auch gute Gründe dafür, denn nicht umsonst heißt das Abendessen bei Vielen "Abendbrot" egal, was auf den Tisch kommt.

Die Entscheidung beim Bio-Bäcker fällt uns jedes Mal schwer: Heute eins mit Roggen, Dinkel-Möhre, mit Walnuss oder mal ein Einkorn-Brot? Es gibt einfach so viel Auswahl und sie schmecken alle soooo lecker. Am besten jedoch schmeckt immer wieder, was man selbst mit Liebe geformt und gebacken hat, oder?

Heute gibt es zum Frühstück ein selbstgebackenes Brot. Ein Pane Bianco - also ein einfaches weißes Brot mit Dinkelmehl. Das wichtigste bei diesem Brot ist Zeit. Der Teig muss mindestens einen Tag vor den Backen vorbereitet werden, damit es schön luftig wird. Besser wären sogar 2 Tage, aber wir sind nicht besonders geduldig... 

Am Besten macht ihr dieses Brot zum Beispiel für euer Sonntagsfrühstück. Den Teig könnt ihr am Samstag vorbereiten während ihr euer Mittag- oder Abendessen kocht.

Pane Bianco

Zutaten:

  • 25 g frische Hefe
  • 240 ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Salz
  • 1 Prise Zucker
  • 500 g Dinkelmehl (630)
  • 30 g Olivenöl
Zubereitung:
  1. Hefe zerbröseln und im Wasser auflösen. Zucker und Salz dazugeben.
  2. Einige Minuten ruhen lassen.
  3. Mehl und Öl hinzufügen und zu einem homogenen Teig kneten. (Nicht zu lange, da sonst der Dinkel seine Klebkraft verlieren kann)
  4. Teig etwa eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen (z.B. neben dem Herd)
  5. Nach dem Aufgehen noch einmal mit den Händen durchkneten und zu einem Laib formen. Den Laib in Backpapier locker einschlagen (es muss Platz sein, damit er noch einmal aufgehen kann) und in den Kühlschrank legen.
  6. Am nächsten Tag den Laib ohne ihn zu kneten in den vorheizten Backofen legen (180°C Umluft) und ca. 25-30 min je nach Laibform und Ofen.
  7. Brot gut im Auge behalten, damit es nicht verbrennt.
Wenn ihr es gern besonders knusprig mögt, stellt doch eine ofenfeste Schale mit etwas Wasser mit in den Ofen.


Samstag, 13. September 2014

Gazpacho sorpresa

Wenn sich überraschend die Schwiegereltern ankündigen oder wenn sich Gäste spontan selbst zum Essen einladen, braucht ihr unbedingt ein gutes Lebensmittel-Management. Schön werden soll es ja auch, oder wollt ihr die spontanen Gäste lieber wieder los werden? 

Das heutige Rezept könnt ihr mit Vorräten machen, die fast jeder im Haus hat. Bei der Mango könnte es etwas schwieriger werden, aber da könnt ihr ruhig erfinderisch werden - und teilt es uns bitte mit, damit wir eure Variante auch mal ausprobieren können.
Es eignet sich super als Vorspeise zu sommerlichen Pasta-Gerichten.

Gazpacho sorpresa

Zutaten (für 4 Personen):

  • 500 g Tomaten
  • 60 g Gurke
  • 200 g Mango (die Hälfte einer kleinen Frucht)
  • 1 kleine Zwiebeln
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 80 g Olivenöl
  • 30 g Apfelessig
  • 1 EL Agavendicksaft
  • 1 TL Salz
  • 1/4 TL roter Pfeffer
  • einige Blätter African Blue Basilikum (andere Sorten gehen auch, dann die Menge etwas erhöhen)
Zubereitung:
  1. Mango schälen und anschließend Gemüse und Mango in Stücke schneiden.
  2. Die Tomaten im Hochleistungsmixer zu einem Saft verarbeiten.
  3. Alle anderen Zutaten außer Basilikum, Salz und Pfeffer hinzufügen und so lange mixen bis keine Stückchen mehr bleiben.
  4. Mit Salz, Pfeffer und gehackten Basilikumblättern abschmecken. 
Zum Garnieren wenn vorhanden Basilikumblüten verwenden.



Guten Appetit.


Montag, 8. September 2014

Easypeasy Brotzeit

Kennt ihr diese Tage, wenn man gestresst von der Arbeit oder von einer längeren Autofahrt heim kommt und keine Lust mehr hat, groß etwas zu kochen? Meist denkt man dann doch an Fertiggerichte, aber so richtig zufrieden machen die ja nicht. Oder geht es euch da anders?

Wir haben solche Tage manchmal. Wenn es euch auch so geht, haben wir hier für euch eine Idee, wie ihr mit einfachen Mitteln in 15 min ein leckeres und gesundes Abendessen zubereiten könnt, ohne euch in der Küche zu überschlagen. Wenn ihr etwas Glück habt, sind die Dinge dafür bereits bei euch im Kühlschrank.



Zutaten:

  • Brot in feinen Scheiben
  • 2 große Radieschen 
  • 1/4 Salatgurke
  • 1/3 Paprika
  • etwas frische Kresse
  • (vegane) Butter
  • Kräutermischung "Kräuter der Provence"
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

  1. Ofen auf 180°C (Umluft) vorheizen
  2. Fein geschnittenes Brot mit Butter bestreichen, salzen und mit Kräutern bestreuen
  3. Brot auf Backblech mit Backpapier für etwa 10 min im Ofen knusprig backen
  4. Währenddessen Radieschen, Paprika und Gurke waschen und in Scheiben schneiden, dabei die Enden entfernen. Gurke und Radieschen anrichten, mit Kresse bestreuen und mit Salz und Pfeffer würzen. 
  5. Paprika und Brot dazu reichen.

Lasst es euch schmecken und schönen Feierabend!

Samstag, 6. September 2014

Fruchtiger Fenchelsalat mit Gewürzbrot

Der Sommer ist zurück! Aber die gefühlten 12.000 noch grünen Tomaten im Garten werden wohl trotz des überraschenden Besuchs der Sonne an diesem Wochenende nie mehr reif...
Auch wenn sich im Moment die Sonne mit Hitzegewittern abwechselt sind in unseren Breitengraden bereits die Wintergemüse auf die Bühne der Nahrungsmittel getreten. 

Heute spielt in diesem Theater der Fenchel die Hauptrolle und weil der so wunderbar zu Orangen und Granatäpfeln passt, haben wir die Nebenrollen an ebendiese vergeben. Als Überraschungsgast werdet ihr Gewürzbrot sehen, das den Fenchel aromatisch unterstützt. Nebenbei lernt ihr einen tollen Trick, wie man sich beim Granatapfel puhlen ausnahmsweise mal nicht die Finger einfärbt.


Zutaten (für 2 Personen):
  • 2 Fenchenknollen
  • 1 Bio Orange
  • 1/2 Granatapfel
  • 2 Brötchen
  • 60 ml Granatapfel Balsam Essig
  • 50 ml Olivenöl
  • 1 EL Agavendicksaft
  • Salz 
  • schwarzer Pfeffer
  • Knoblauchöl
  • Sternanis
Zubereitung:
  1. Fenchenknollen waschen und putzen, anschließend in feine Scheiben schneiden (z.B. mit einem Gemüsehobel). Etwas Schale von der Bio Orange abreiben und beiseite stellen, Orange schälen und filetieren. Granatapfel in einer Schüssel mit kaltem Wasser teilen und die Kerne von der Schale trennen. Die Kerne fallen zu Boden und die Schale schwimmt auf dem Wasser.
  2. Für die Marinade Granatapfel Balsam Essig mit Öl und Agavendicksaft mischen und mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken.
  3. Den Fenchel in der Marinade mindestens 15 min ziehen lassen.
  4. Die Brötchen in feine Scheiben schneiden, mit etwas Knoblauchöl beträufeln und mit gemahlenem Sternanis (am besten frisch im Mörser zerstoßen) bestäuben.
  5. Die Brötchenscheiben auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech auslegen und ca. 10 min im vorgeheizten Backofen bei 180°C Umluft knusprig backen.
  6. Fenchel aus der Marinade heben und auf den Tellern anrichten, Orangenfilets darauf verteilen, mit Granatapfelkernen bestreuen und mit der Marinade begießen.
  7. Etwas geriebene Orangenschale verteilen. Dann nur noch die Brötchenscheiben aus dem Ofen nehmen und warm zu dem Salat reichen.
Guten Appetit!



Dienstag, 2. September 2014

Mini-Mandel-Zimtschnecken

Ich gebe gern zu, der Sommer ist nicht meine Lieblingsjahreszeit... Jetzt, wo er sich verabschiedet hat und mein Kumpel Herbst vorbeischaut, hole ich lange vermisste Aktivitäten aus der Schublade. 
Ein paar Anregungen für diejenigen, denen jetzt absolut nichts schönes zu "Herbst" einfallen will: 

  • Mit einer Tasse heißem Kakao vor dem wärmenden Ofen ein Buch lesen 
  • Hundespaziergänge in Gummistiefeln und dabei dem Laub beim Fallen zusehen
  • Vormittage beim schwedischen Möbelriesen, wenn der neue Katalog endlich da ist
  • Nachmittage in der Küche beim Duft von frischen Zimtschnecken

Das alles gerne auch an einem Tag.



Bei den Zimtschnecken bin ich wählerisch... vom Bäcker mag ich sie einfach nicht.
Also kurzerhand in einige Rezepte geschaut und etwas variiert - siehe da, sie sind köstlich.

Bei den Schwedischen Standard-Schnecken kommt immer Kardamom hinein. Den habe ich weggelassen. Weil ich eine Vorliebe für Nüsse (insbesondere Mandeln, Cashews und Macadamias) habe, mussten natürlich Nüsse dazu. 

Mini-Mandel-Zimtschnecken

Zutaten für den Teig (ergibt ca. 16 kleine Schnecken):

  • 30 g geschmolzene Butter oder Margarine
  • 100 ml Milch
  • 10 g Hefe
  • 30 g Zucker 
  • 200 g Mehl
  • Eine Prise Salz

Zubereitung:

1. Hefe in der zimmerwarmen Milch gut verrühren und etwas gehen lassen (ca. 5 Minuten)
2. Restliche Zutaten dazugeben und zu einem Teig kneten
3. Teig auf bemehlter Fläche ausrollen




Zutaten für die Füllung:

  • 30 g gehackte Mandeln
  • 50 g geschmolzene Butter oder Margarine
  • Zucker
  • Zimt

Zubereitung:

4. Gehackte Mandeln auf dem Teig verteilen
5. Teig mit Butter bepinseln oder gleichmäßig begießen 
6. Zucker und Zimt darüber streuen
7. Den Teig vorsichtig einrollen und die Rolle in ca. 16 schmale Stücke schneiden
8. Die Scheiben auf einem Backpapier auslegen und ca. 30-45 min an einem warmen Ort gehen lassen




9. Wenn der Teig aufgegangen ist, die Schnecken bei ca. 200°C (Umluft) für etwa 10 min backen

Diese kleinen Schnecken hatten leider eine sehr kurze Lebensspanne. 
Kaum fotografiert, schon alle.

Wenn ihr Gäste erwartet, solltet ihr also etwas mehr machen. Bei größerer Teigmenge, rollt ihr am besten zwei oder drei Teigportionen getrennt aus, damit die Schnecken nicht zu dick werden.

Habt einen schönen Start in den Herbst und lasst euch die Mini-Schneckchen schmecken!