Montag, 6. April 2015

Himmlischer (Frucht)-Salat

Warum wird eigentlich bei Salaten im Restaurant so häufig am Obst gespart? Glaubt die Welt der Cesar-Salads etwa, dass Orange nicht zu Radischen passt? Welch ein Irrtum!!!

Eine Mischung aus Obst funktioniert natürlich auch dann noch, wenn man Blattgrün und Salatgemüse dazugibt. Und mit unserem großartigen Dressing schmeckt das ganze sogar nach Gourmet-Küche ;-) 

Mit Mengenangaben für den Salat halten wir uns heute geflissentlich zurück, denn eine Salatportion kann von klein bis riesig einfach alles sein. Beim Dressing sei gesagt, die Menge reicht etwa für zwei Hauptspeisen-Portionen.

Himmlischer (Frucht-)Salat

Zutaten (für 2 Portionen):
  • allerhand grünes Blattgemüse z.B. Postelein, Feldsalat oder Baby-Spinat
  • Radischen (gern unterschiedliche Sorten - hier haben wir den kleinen Weißen "Eiszapfen" heißt er wohl, längliche rote und normale runde rote Radischen)
  • Blutorange, Orange oder pinke Grapefruit
  • dunkle Trauben
  • Pinienkerne oder Kürbiskerne (ganz wichtig!)

  • 50 g Orangen-Olivenöl (normales Olivenöl geht auch, dann braucht ihr aber unbedingt noch Orangensaft)
  • 50 g Himbeeressig
  • 1 EL Honig oder Ahornsirup
  • eine Prise schwarzer Pfeffer
  • ggf. Orangensaft zum Strecken des Dressings oder falls ihr kein Orangen-Olivenöl gefunden habt

Zubereitung:
  1. Blattgemüse waschen und ausschütteln (Salatschleuder oder Salatbeutel)
  2. Blutorangen (oder Orangen bzw. pinke Grapefruits) halbieren und dann die Hälften vierteln. Erst danach die Schale entfernen - das macht weniger Sauerei (und Arbeit) als erst schälen und dann schneiden. Den Saft aus dem Fleisch, das in der Schale zurückbleibt, könnt ihr gut für das Dressing recyclen.
  3. Radischen waschen und in Scheiben bzw. Viertel schneiden.
  4. Trauben waschen und halbieren
  5. Das Blattgemüse auf dem Teller verteilen und mit Blutorange, Radischen und Trauben drapieren. 
  6. Pinienkerne oder Kürbiskerne drüberstreuen. So kann der Salatteller noch ein bis zwei Stunden im Kühlschrank auf seinen Einsatz warten.
  7. Für das Dressing gebt ihr einfach alle Zutaten in ein Schraubglas, schraubt es gut zu und schüttelt was das Zeug hält - schon fertig! So könntet ihr auch das Dressing im Kühlschrank noch 1-2 Tage stehen lassen.
Den Salat holt ihr 15 Minuten vor dem Servieren wieder aus dem Kühlschrank (falls er denn dort war), das Dressing gebt ihr ganz kurz vor dem Essen drüber.



Glaubt uns, dieser Salat eröffnet neue Horizonte!!!


Dienstag, 31. März 2015

Good-Mood-Balls

Wir haben etwas gegen den Sturmfrust. Geht es auch nicht auch so? 
Hier stürmt es ziemlich und man kann schon froh sein, wenn man auf dem kurzen Weg vom Büro zum Parkplatz nicht völlig durchweicht. Nur weil es beim Losgehen nicht regnet, heißt das ja noch lange nicht, dass man trocken das Auto erreicht. Von einem Hagelpeeling beim Hundespaziergang ganz abgesehen - aber ich schwöre, das lässt auch euch hinterher 5 Jahre jünger aussehen!

Schöne Grüße gehen an dieser Stelle an das freundliche Sturmtief "Niklas", welches uns all diese schönen Momente beschert.

So nun aber zu unserem Gegenmittel gegen den Sturmfrust: 

Diese kleinen Powerpralinen sind euch bestimmt schon begegnet. Man sieht sie in letzter Zeit immer häufiger in Kochbüchern. Attila Hildmann zum Beispiel hat sie und wir haben sie nun auch...


Aber seid gewarnt, man muss höllisch aufpassen bei diesem himmlischen Geschmack, denn kalorientechnisch stehen die Powerpralinen ihren Schokobuddies in nichts nach! Wenn wir recht überlegen, sollten wir euch eigentlich vom Verzehr gleich ganz abraten... 

Eine kräftige Küchenmaschine ist für dieses Rezept leider unbedingt notwendig, welche ihr nehmt ist aber völlig egal. Hauptsache Power.

Good-Mood-Balls

Zutaten:

  • 100 g Mandeln
  • 100 g Datteln (entsteint)
  • 100 g getrocknete Feigen (bestenfalls in Rohkost-Qualität)
  • 100 g Rosinen (bestenfalls auch in Rohkost-Qualität)
  • 2-3 EL Zitronensaft
  • Kokosraspeln
  • Gewürze nach Geschmack (empfehlenswert sind z.B. Zimt, Kakao und Ingwer für gute Laune)

Zubereitung:

  1. Mandeln in den Mixer geben und fein mahlen (im Thermomix ca. 15 Sek bei Stufe 9-10) und beiseite stellen.
  2. Die harten Stumpen von den Feigen entfernen. Datteln und Feigen in den Mixer geben und zerkleinern (im Thermomix braucht es ca. 20 Sek bei Stufe 6). Auch zu den Mandeln umfüllen.
  3. Rosinen im Mixer zerkleinern (im Thermomix 10 Sek bei Stufe 5)
  4. Zitronensaft und Gewürze zu den Rosinen geben und die zerkleinerten Zutaten wieder hinzufügen und gemeinsam noch einmal ca. 15 Sek auf Stufe 4 vermischen.
  5. Jetzt habt ihr die "Teig"masse aus der ihr eure Kugeln formt. Bei der Größe der Kugeln sei euch nur mit auf den Weg gegeben: Je kleiner desto mehr Arbeit habt ihr vor euch, aber desto weniger Kalorien hat ein Bällchen ;-)
  6. Kokosraspeln auf einen flachen Teller geben
  7. Die geformten Kugeln in den Kokosraspeln wälzen und zum Beispiel in einem Schraubglas lagern (Halten sich gut im Kühlschrank, schmecken aber etwas wärmer intensiver).


Lasst es euch gut gehen und weht nicht davon!

Montag, 30. März 2015

Das Erdbärchen

Da nun gerade Fastenzeit ist, gönnen wir uns essenstechnisch auch eine kleine Auszeit vom aufwändigen Kochen. In der Fastenzeit gibt es relativ wenig regionale/saisonale Produkte - weshalb vermutlich auch die Fastenzeit genau in diesen Zeitkorridor fällt. So gibt es bei uns zur Zeit ziemlich viele grüne Smoothies. Dieser Trend kann sich in unserer Küche auch gerne langfristig fortsetzen, denn sie schmecken großartig und machen glücklich ;-)

Das einzige, was an grünen Smoothies wirklich doof ist, ist dass sie sich nicht so gern vor die Kamera zerren lassen. Sie halten sich für unfotogen und genieren sich deshalb. Daher habe ich ein bisschen herumgespielt und für euch ein Phantombild von unserem heutigen Star gebastelt. Nach dem Mixen ist er eindeutig nur noch dunkelgrün!

Unsere Smoothies sind meistens ziemliche Zufallsprodukte, da wir einfach nach Lust und Laune kombinieren, was wir gerade im Haus haben. Glücklicherweise verfügt unser Mixer über eine eingebaute Waage und wir können das Rezept dadurch ganz wunderbar rekonstruieren. Heute ist uns mal wieder ein kleines Highlight geglückt, das wir daher mit euch teilen können.

Das Erdbärchen




Zutaten (für eine Portion): 
  • 30g Baby-Spinat
  • 7 gefrorene Erdbeeren
  • ca. 10 kleine Stängel rotes Basilikum (grünes geht natürlich auch)
  • eine Spalte (150-200g) einer Honigmelone (ohne Schale)
  • Wasser so viel ihr mögt
Zubereitung:

Blattzeug nach unten auf die Messer des Mixers, Obst in Stücken dazu, etwas Wasser hinzufügen und ordentlich durchmixen (der Thermomix ist nach einer Minute fertig und hat das Ganze zu einem samtigen schaumigen Smoothie vermixt) 

Es schmeckt einfach herrlich nach Erdbeeren mit einem Hauch Basilikum - wer Erdbeeren mit Basilikum noch nie probiert hat, sollte das unbedingt nachholen. Kaum ein Kraut schmeckt so gut zu Erdbeeren - zu Wassermelone passt Basilikum übrigens auch toll!

Sonntag, 22. Februar 2015

Ananas-Müsli

Drunter und drüber ging es bei uns in den letzten Wochen. Bei uns laufen derzeit einige Projekte, die gerne alle unsere volle Aufmerksamkeit hätten. Da uns das Vierteilen da sehr schwer fiel, haben wir das Bloggen etwas schleifen lassen. Falls ihr wissen wollt, was uns da so vom Bloggen abgehalten hat, könnten wir was von Hausbau, Bewerbungen und Auto-Stress erzählen. Tun wir aber nicht, ...

Na gut, ein bisschen. Für den Schreiberling dieses Blogs baut der Co-Schreiberling dieses Blogs gerade ein Mietobjekt, das im folgenden als "MEIN Haus" bezeichnet wird ;-)
Vor Weihnachten wurde der Keller in den Boden gebaut und mittlerweile stehen bereits die Wände des Obergeschosses. Nächste Woche kommt schon das Dach. Nun wollen die Handwerker alle Holter-die-Polter Termine mit uns, damit es auch gleich schön weitergehen kann... Das mit dem Berufsalltag von mehreren Personen abzustimmen kann schon eine mittelgroße Herausforderung sein. Aber wir kriegen das irgendwie hin. Außerdem wird am Haus auch schon fleißig gegärtnert, denn mein grüner Daumen kribbelt sobald die Temperaturen die Null-Grad-Grenze überschreiten.

Falls ihr am Baufortschritt interessiert seid, können wir euch ja dann und wann mal auf dem Laufenden halten. Bis dahin haben wir in den letzten Wochen einige Rezepte für euch gesammelt, mit denen wir euch nun mal wieder Appetit machen möchten.

Womit fangen wir also an?

Wir hätten Grillkürbis mit köstlichem Zitronenjoghurt, unbeschreibliche Energiebällchen, einen schicken Rettich-Salat mit Blutorange und ein superleckeres Ananas-Müsli am Start...


Okay, wir starten mit diesem grandiosen

Ananas-Müsli

Zutaten (für zwei Personen):

  • 3 Scheiben frische Ananas
  • 1 große Hand voll gefrorener Blaubeeren
  • 6 EL Dinkel-Schoko-Müsli z.B. vom Bauck Hof
  • 2 kleine Becher Sojajoghurt
  • 2 TL Agavensirup
Zubereitung:
  1. DIe Ananas in Scheiben schneiden, dann schälen und in kleinere Stückchen schneiden. Den Strunk aus der Mitte am Besten beiseite legen, den kann man super in Smoothies verarbeiten. Für dieses Müsli brauchen wir ihn aber nicht mehr. 
  2. Die Ananas auf zwei Schälchen aufteilen und mit dem Joghurt verrühren. Je Schälchen einen TL Agavensirup hinzugeben und mit Blaubeeren garnieren.
  3. Kurz vor den Verzehr jeweils 3 EL von der Müsli-Mischung auf dem Ananas-Joghurt verteilen.
Vor dem Hinzufügen des Müslis kann man das Ganze auch gut eine Weile im Kühlschrank stehen lassen, wenn ihr z.B. Abends euer Frühstück für den nächsten Tag vorbereiten wollt...



Oh, wie lecker es war... Ich hätte gern gleich noch eins.

Freitag, 16. Januar 2015

Einen Löffel Schokolade, bitte!

Geschenke aus der Küche sind doch etwas ganz Feines. Zum Charme des Selbstgemachten gesellt sich bei diesen Geschenken auch noch der Genuss des Konsums... 

Heute zeigen wir euch einen Klassiker unter den Geschenken aus der Küche - den Schoko-Löffel! Wichtig ist bei diesem Geschenk, dass die Schokolade schön glänzt und hübsch dekoriert wird.



Im Grunde ist es wirklich super einfach. Ihr schmelzt handelsübliche (Zartbitter-) Schokolade über Wasserdampf oder im Wasserbad, gebt einen kleinen Schuss Sahne dazu und wenn ihr mögt, macht ihr noch etwas für den Geschmack ran (z.B. Instant-Espresso). 

Dann muss die Schokolade noch irgendwie kunstvoll auf den ausgewählten Löffel (viele nehmen hierfür auch Holzlöffel, aber die schmecken irgendwie halt auch immer etwas holzig - wie bei den Holzstäbchen zum  Kaffee-umrühren). Auf die noch halbflüssige Schokolade kommt die Dekoration z.B. geriebene weiße Schokolade, Nussstückchen, Chili, Kardamom oder was auch immer ihr benutzen möchtet.

Dann haben wir die Löffel für etwa 30 min in den Tiefkühler gelegt (Vorsicht, nicht aneinander liegen lassen!) und hinterher ist die Schokolade noch super schön glänzend.

Es macht sich auch gut, wenn ihr euren Lieben dazu z.B. eine kleine Gebrauchsanweisung oder Schildchen für die Geschmacksrichtungen bastelt.




Dienstag, 13. Januar 2015

Gemüsebrühe für den Vorrat

Soooo, wie versprochen zeigen wir euch dieses Mal, was ihr mit den Resten vom Suppengemüse anstellen könnt. Es kommt ja doch häufiger vor, dass man von dem riesigen Sellerie nicht alles verbrauchen kann und im Kühlschrank finden sich auch meistens noch zusätzliche Gemüsereste.



Diese Reste zusammen ergeben eine hervorragende Basis für Gemüsebrühe. Nehmt einfach 700 g Gemüse (z.B. Sellerie, Staudensellerie und Möhren) und gebt 100 g Salz dazu. Schiebt alles zusammen für ein paar Sekunden durch den Hochleistungsmixer und füllt es in Einmachgläser ab. Im Kühlschrank halten sich die Gläser gefühlt ewig (2-3 Monate schaffen die bei uns mindestens). Wir machen immer einen kleinen Vorrat daraus und mussten noch nie etwas davon wegschmeißen.

Diese selbstgemachte Brühebasis ist uns auch 10x lieber als alles, was man uns in den Supermärkten für diesen Zweck verkaufen möchte. Wir haben auch schon von Leuten gehört, die diese Brühebasis nun auch noch langsam im Ofen trocknen, um diese Granulatform zu bekommen, die man nicht im Kühlschrank lagern muss. Der Energieaufwand erscheint uns dafür allerdings zu hoch. Aber wenn ihr mögt, könnt ihr das natürlich auch gerne probieren. Dafür dann alles auf einem Backblech ausbreiten und dann bei 50-70°C im Ofen trocknen lassen und dabei regelmäßig wenden, damit alles gleichmäßig trocknet.


Donnerstag, 8. Januar 2015

Klassische Hühnersuppe... mit Muschelnudeln, jawohl!

Winterzeit ist auch Erkältungszeit - leider! Immer wenn es einen erwischt hat, gibt es ein Essen, das trotzdem wieder glücklich macht. Oma's Hühnersuppe, oder Mama's... oder die eigene. 

Im Grunde wäre der Hühnernudeltopf von Erasco fast perfekt, aber selbst gekocht ist eben 10x besser. Es dauert zwar etwas länger, selbst zu kochen als eine Dose aufzuwärmen, aber in einer größeren Menge gekocht, könnt ihr die Suppe dann Portionsweise wieder aufgewärmen - da rechnet sich der Zeitaufwand dann doch!


Was ihr braucht, ist leicht beschafft (bis auf das Bio-Huhn vielleicht), nach dem Schnippeln kocht sich die Suppe auch von selbst. Vielleicht könnt ihr für das Schnippeln (wenn ihr selbst der Kranke im Haushalt seid) ja einen liebenden Angehörigen aktivieren...

Klassische Hühnersuppe... mit Muschelnudeln, jawohl!

Zutaten (ein wirklich großer Topf):

  • 1/2 Staudensellerie
  • 1/3 von einer großen Sellerie Knolle
  • 800 g Möhren
  • 400 g Bio-Hühnerbrust
  • 1 Bund Liebstöckel 
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 1 Lorbeerblatt
  • Muschelnudeln so viel ihr wollt
  • Salz
  • Pfeffer


Zubereitung:
  1. Sellerie und Möhren in Scheiben bzw. Würfel schneiden. Die Zwiebel horizontal halbieren.
  2. Die Selleriewürfel und -scheiben mit den Möhren, der halbierten Zwiebel und der Hühnerbrust (kann auch gefroren sein) in einen großen Topf geben und großzügig mit Wasser bedecken und aufkochen.
  3. Den Liebstöckel und die Petersilie hacken und gemeinsam mit dem Lorbeerblatt zugeben.
  4. Die Suppe nach dem Aufkochen noch 90 min weiter auf kleiner Stufe köcheln lassen und hin und wieder rühren.
  5. Nach 90 min die Hühnerbrust herausnehmen und zerteilen.
  6. Die Zwiebelhälften entfernen.
  7. Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nun die Muschelnudeln hinzufügen und das geschnittene Hühnerfleisch wieder zugeben.
  8. Die Muschelnudeln nun nach Packungsangabe in der Suppe garen.
  9. Jetzt ist eure Suppe servierfertig.

Und was ihr mit den Gemüseresten sinnvolles machen könnt, zeigen wir euch beim nächsten Mal!